Bali ist der touristische Hot Spot in Indonesien. Und das nicht ohne Grund. die Insel ist so ganz und gar anders als der Rest des Landes. Ganz speziell und wunderbar abwechslungsreich.
Wo ganz Indonesien vom muslimischen Glauben geprägt wird, findet man auf dem Eiland die hinduistisch-balinesische Religion vor. Die Grundzüge des Hinduismus aus Indien sind ganz deutlich spürbar, doch auch ganz viel balinesische Kultur und Tradition spielt mit rein. Wenn man ankommt, fühlt man sich gleich, wie in einer kleinen Traumwelt. Die tropische Luft durchzogen vom Duft der Räucherstäbchen. An jeder Ecke findet man Tempel oder Opferstätten. Frauen und Männer prozessieren in traditioneller Kleidung durch die Strassen mit Blumen, Reis und Früchten auf dem Kopf, die als Opfergaben an die Götter übergeben werden. Dazu die beruhigenden Klänge der hölzernen Windspiele, das heitere Vogelgezwitscher und das Lachen der scheinbar immer fröhlichen Kinder in den Strassen.
Bali hat richtig viel zu bieten. Eindrucksvolle Berge und Vulkane, die erklommen werden wollen, satt grüne Reisterrassen, weiße Strände im Süden, die zum Sonnenbaden oder surfen einladen, die mystisch schwarzen Strände im Norden, kunterbunte Märke und natürlich (wie überall in Asien), eine fantastische Küche.
Wir haben uns zwei Stationen als Ausgangspunkte zur Erkundung ausgesucht. Zuerst waren wir für 5 Tage in Ubud, im Landesinneren. Ubud gilt als die „spirituelle“ und „kulturelle“ Hochburg Balis. Und dem ist auch so. Ganz viele Tempel, kulturelle Stätten, Dreadlocks und Pluderhosen und Yoga wohin man nur sehen kann. Ich finds ganz schön, wenn auch für meinen Geschmack deutlich zu touristisch (zu viele fancy Restaurants und Unterkünfte), Hannes findets dagegen künstlich und nervig. 😉
Als Basis für Erkundungen des Nordens und Landesinneren top. Mietet euch auf jeden Fall einen Roller für ein paar Tage. Nur so kommt ihr raus aus dem quirligen Touristenstrom und rein ins echte Bali. Rein in kleine Bergdörfer aus Bambushütten, rein in kleine klapprige Restaurants „Warungs“ aus Wellblech und mit selbst gezimmerten Holz- oder Plastikstülen und unglaublich herzlichen und liebenswerten Menschen. Außerdem bekommt man hier immer das beste und authentischste Essen (nicht nur auf Bali).
Im Norden haben wir ganz spontan am Straßenrand bei einer Familie Halt gemacht, die gerade Essen bei einer alten Dame aufm Roller gekauft hat. Wir haben uns dazugesetzt und mit Händen und Füssen bestellt. Mama hat uns ausm Haus Teller und Besteck gebracht und die Essensverkäuferin hat diese mit Freude gefüllt. Gegessen haben wir zusammen mit der Familie auf der Holzplanke vor der Hütte. Das war wohl ne Premiere für alle Beteiligten und ein wunderbares Mittagessen mit ganz viel Freude von allen Seiten. Genau das sind die Momente, die das Reisen unbezahlbar und so wunderbar machen.
Im Anschluss an Ubud sind wir mit dem Bus nach Kuta (ganz schrecklicher Ballermann-Touristen-Ort) gefahren und haben dort wieder einen Roller gesattelt, mit dem wir zusammen mit unseren vier! Rucksäcken (alles ist möglich, das Bild kommt noch) in den Süden gedüst sind.
In Padang Padang auf der Bukit Halbinsel haben wir uns in einem kleinen Homestay nicht weit vom Strand niedergelassen. Hier ist die Küste gesäumt von steilen Klippen und kleinen Sandbuchten, die vor allem Surfer, aber auch Sonnenhungrige aller Art anziehen. Hier haben wir 2 Tage verbracht und die Sonne genossen.