Lombok –ursprüngliches Leben, Traumstrände, Surfen und Yoga

Nach Bali gings weiter, mit einem nicht eingeplanten Abstecher über Sanur nach Padang Bai nach Lombok. Wir haben gelesen, dass es auch ab Sanur Fähren nach Lombok gibt. Sanur liegt vom Süden Balis aus deutlich näher als Padang Bai. Allerdings fährt die Fähre, wie wir dort festgestellt haben, zu dieser Jahreszeit nur einmal am Tag und das früh morgens.

Die Fahrt hier hin war also umsonst und ein teures Taxi (was anderes gibt’s nicht) musste her, um nun doch nach Padang Bai zu kommen. Dort haben wir das letzte Boot noch erwischt und sind nach Lombok geschippert. Angekommen sind wir nicht wie geplant am „Hauptstrand“ von Senggigi, wo wir mit einem grossen Angebot an Rollern gerechnet haben, sondern ca. 10 km entfernt. Dort gabs natürlich keine Roller. Also haben wir uns nach langem Hin und Her für zwei nette Männer entschieden, die uns auf ihren Rollern nach Senggigi gebracht haben (natürlich auch nicht zum Schnäppchenpreis). Dort gabs dann aber Roller (und diese zum Schnäppchenpreis). Es war aber schon zu spät um noch gross weg zu kommen. Im trubligen Senggigi wollten wir nicht bleiben. Notgedrungen haben wir uns für eine Nacht in Senggigi entschieden um am nächsten Morgen in den Süden nach Kuta Lombok düsen zu können.

Hhhmmm, also die ganze Aktion ist finanziell (natürlich relativ) und zeitlich gesehen etwas ausgeartet. Aber das muss man hin und wieder in Kauf nehmen, wenn man die Freiheit des individuellen Reisens geniessen will.

Am nächsten Morgen haben wir uns vor der Abfahrt den noch ruhigen Strand von Senggigi angeschaut und zusammen mit den Fischern und Fischhändlern Kaffee getrunken. Für sie waren wir DIE Attraktion und sie für uns. 🙂

Auf dem Weg nach Kuta haben wir uns wie immer durchgefragt. Ein junger Kerl hat uns gleich in seine „brandneue“ Bar auf einen Drink eingeladen. Die Bar stellte sich als etwas schickere Bretterbude heraus. War dennoch ausgesprochen nett und die Shakes sehr, sehr lecker. Auf dem Rückweg müssen  wir wieder vorbei kommen. VERSPROCHEN!

In Kuta Lombok angekommen haben wir eine kleine, richtig nette Bungalowanlage gefunden, wo wir uns erst mal für drei Nächte angemeldet haben, dann aber eine ganze Woche geblieben sind.

Kuta ist richtig, richtig toll für alle, die kleine, einfache Bungalowanlagen oder Homestays statt Hotels, kleine einheimische Lokale statt schicken Restaurants und weisse Traumstrände mit glasklarem, türkisfarbenem Wasser und ohne Liegenverleih lieben.

Die Küste hier ist gesäumt von unendlich vielen Sandbuchten. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Kaum hat man voller Euphorie die eine Bucht verlassen, stösst man schon auf die nächste, die irgendwie noch toller ist. Paradiesisch sind z.B. „Tanjung Aan“, „Mawun Beach“ oder unser Liebling „Selong Belanak“. Einer der tollsten Strände, die ich je gesehen habe. Hier waren wir auch einige Male zum Surfen. Ohne Roller ist diese Gegend allerdings ganz schwer zu erkunden.

Es gibt hier im Landesinneren auch noch einen tollen Vulkan, den „Rinjani“. Der Ausblick in den Krater und über die Insel soll ganz toll sein. Eine Tour dauert allerdings rund 3 Tage und ist nur mit Guide und vollem Programm möglich. Nach langem Überlegen haben wir uns dagegen entschieden. Haben auf Java schon einige Vulkane und Berge gesehen und wollten es die letzten Tage lieber etwas ruhiger angehen lassen.

Also haben wir hier in Kuta das Leben genossen Die Tage haben wir mit Yoga frühmorgens am Strand, surfen, Sonne tanken, baden, Eiskaffee und wie immer leckerem Essen verbracht. Faul waren wir nicht. Es gab immer was zu tun. Aber wir haben es genossen, einfach mal nicht alle zwei Tage weiter zu ziehen.

Mich hat Lombok bei weitem mehr berührt als Bali. Bali ist mit seiner Kultur was ganz besonderes und ist auf jeden Fall eine Reise wert. Doch Lombok ist bei weitem authentischer, noch recht ursprünglich und bietet Strände, die seines gleichen suchen. Wer das sucht, vergisst Bali am besten und kommt gleich hier her.

 

 

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