Mittlerweile bin ich ganz schön in Verzug. Indonesien habe ich hinter mir gelassen, Hannes ist leider schon seit einigen Tagen wieder daheim und Mama ist längst in Myanmar angekommen. Deshalb wird es höchste Zeit, meinen letzten Indonesien Beitrag zu Ende zu bringen. 😉
Zum Abschluss haben wir uns ein paar Tage auf einer der Gili Inseln gegönnt. Haben uns wie bereits geschrieben, für „Gili Air“ entschieden. Das ist nicht englisch, sondern „Air“ heisst „Wasser“ auf indonesisch. Und davon gibt’s rings rum ganz viel. 😉 Aber nicht nur wegen des Wassers haben wir uns für das schnucklige Eiland entschieden. „Gili Travangan“ gilt als die Party Insel, „Gili Meno“ als die ganz ruhige. Also haben wir uns für die Mitte entschieden und wurden nicht enttäuscht.
Aber bevor wir dort ankamen, gabs noch ein paar Stopps auf dem Weg.
Wie versprochen haben wir noch Halt an der „Media Bar“ bei unserem neuen Freund Alehandro gemacht. Es war Sonntagmorgen, er entsprechend müde und es gab Kaffee statt Shakes. Aber alles wieder sehr nett und entspannt.
Einen weiteren Halt haben wir beim Frisör eingelegt. Meine kaputten Spitzen mussten unbedingt ab. Also, nach zwei Fehlversuchen, hatte Nummer drei offen und wollte mir auch die Haare schneiden. Bin bei nem ganz schrägen Typen gelandet. Erst mal stand ich alleine im Laden. Nach einigen „Hallos“ kam er dann. Joa, ein richtiger Frisör würd ich sagen… Aber das darf er ja… Nichts desto trotz, er wollte mir 5 cm abschneiden, ich wollte mich aber nur von 2 cm trennen. Ich dachte, das sei für ihn schlussendlich so auch klar gewesen. Nach dem Hannes‘ Augen während des Schibbelns hinter mir aber immer grösser wurden, wurde mir klar, dass da irgendwas nicht so ganz richtig lief. Schlussendlich musste ich feststellen, dass der nette Herr es richtig gut gemeint hat und gleich 7 cm gekürzt hat. Die waren wirklich verdammt kurz. Erst war ich ein wenig entsetzt. Aber was solls. Sind ja nur Haare und die wachsen wieder. Zumindest gabs zum Abschluss noch ne dicke, fette Ladung Pomade und Pflegecreme drauf. 😛
In Senggigi angekommen, haben wir den Roller abgegeben, haben wir uns zum Pier in Bangsal fahren lassen und sind mitm Böötle rüber aufs Insele geschippert.
Dort angekommen haben wir auch gleich ne super schöne kleine Bungalowanlage gefunden. 12 kleine Holzhäuschen inmitten einer tropischen Gartenanlage. Das tollste waren allerdings „Ahmed“, der Chef und sein Frühstück. Ein super lustiger und entspannter Typ und morgens haben wir das üppige Frühstück mit Früchten, Pancake und Omelette direkt am Meer genossen.
Auf der kleinen Sandinsel gibt es keinerlei motorisierte Fahrzeuge. Alles verkehrt per Fahrrad oder Pferdekutsche auf kleinen Sandpfaden. Auf denen haben wir uns täglich verlaufen. Das „verrückte Labyrinth“ ist ein Witz dagegen. An der Küste entlang verteilen sich die kleinen Bungalows und das „Dorf“ befindet sich in der Mitte. Hier haben wir gleich am ersten Abend unser Stammrestaurant gefunden. Bei einer ganz lieben Familie haben wir jeden Abend gegessen. Die haben wich immer riesig gefreut.
So haben wir unsere letzten Indonesientage verbracht. Es war wirklich traumhaft schön.
Am Freitag gings dann für eine Nacht wieder zurück nach Sengigg, bevor wir am Samstagmorgen von Lombok nach Jakarta geflogen sind. Dort haben wir den Nachmittag mit ein wenige shopping verbracht, bevor wir uns am Abend bye bye sagen mussten. Es war nicht toll. Aber wie sagt man doch so schön. „Ohne Abschied kein Wiedersehen.“